Band 
Des ersten Theils zweyter Band.
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Historie der Platina.

aufgelöset hatte, ward in einen eisernen Löffel gethan/und einem mäßigen Feuer ausgesetzt. Das Quecksil-ber ist ganz frey abgetauchet/ und hat die Platinain Form eines dunkelgefärbten Pulvers zurückgelassen,welchem einige kleine/ hellscheinende Theilchen mit un-tergemischt waren. Glaublich wird die Platina durchdiese Auflösung mit Quecksilber von dem beygemischtenEisen grossen Theils befreyt, weil dieses Metall sichmit dem Quecksilber sehr ungerne verbindet.

1!I. Absonderung des Arseniks von derPlatina.

Stücke von Platina / welche mit Arsenik warengeschmolzen worden, wurden in ofnen Tiegeln mitsehr starkem Feuer getrieben. Einige Zeit lang sindarsenikalische Dämpfe, welche sich durch ihren Knob-lauch Geruch zu erkennen gaben / häufig aufgestiegen:Endlich sind diese Dünste gänzlich verschwunden, unddie Platina ist in Form einer schwammichten Massezurückgeblieben. Auf diese Masse habe ich eine frischePortion Arsenik eingetragen, bis dieselbe zum Schmel-zen ist gebracht worden, und da ich hernach dasFeuer heftig verstärkte, bis sich die Dämpfe verloh-nen haben, fände sich die Masse wiederum schwam-Micht, und beynahe von dem gleichen Gewichte, wienach der ersten Operation. Dieses ward drey bisvier Male wiederholt, und immer mit dem nämli-chen Erfolge. Der Arsenik schiene nichts von derPlatina mit sich zu verflüchtigen, wie sonst mit allenkNetallen, das Gold selbst nicht ausgenommen, zu

geschehen