Band 
Des ersten Theils zweyter Band.
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408
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Historie der Platina.

ii. Ich hake schon oben (Blatts. Z99.) ange-merkt , -aß die vermittelst der Cemenlation mit Sal-peter zmheilte, und hernach durch wiederholtes Auf-sublimiren von Salmiac gereinigte Platina, bey derKupellation kein von den gemeinen Körnern verschie-denes Aussetzn gewonnen habe. Herr Marggraf hatVersuche angestellt, mit Platina / welche durch Auf-lösen und Niederschlagen wäre zertheilet worden. Derorangefarbige Präcipitat, welcher aus einer Platina-folution in Königswasser war niedergeschlagen worden/hat nach fleißigem Absüssen mit heissem Wasser / lin-dem Ausglüen unter einer Muffel eine bräunliche Farbeangenommen: Neun Theile von dieser Materie wur-den mit einer Unze reinem / gekörntem Bley zusam-mengeschmolzen / und diese Vermischung auf einemAbtreibscherben so lang in dem Feuer gelassen/ bis einbeträchtlicher Theil von dem Bley verschlacket gewesen:Nachdem der Ueberblieb auf. der Kupelle bearbeitetworden/ hat er ein rauhes Korn zurückgelassen, vonweißlichgrauer Farbe, sehr spröde, und überhauptdem von der Kupellation der rohen Platina erhaltenenvollkommen gleich: An Gewicht betrüge es ein Gran.Dieser Versuch ist mit einem durch flüchtiges Alkaligefältten Präcipitat wiederholet worden, und aberma!mit dem nämlichen Erfolge. Ueberdas hat er mitdemjenigen Pulver, welches nach dem Abdestillireneiner Platinasolution bis zur Trockne übergeblieben, ei-nen Versuch angestellt: Dieses Pulver hat durch dieCalcination unter einer Muffel eine schimmernde schwar-ze Farbe erhalten, und in diesem Zustande sind dreißig

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