Siebenter Abschnitt. 429
Grane von demselben mit zwanzigmal soviel gekörn-tem Bley vermischet, und das Gemeng eben so wievorhin, zuerst auf einen Ansiedscherben, und hernachauf der Kupelle bearbeitet worden: Die Schlackenhatten eine schwarzbraune Farbe: Das kupellirte Kornwar spröde und von weißgrausr Farbe, eben so wiedie vorgehenden, und hat an Gewicht zweyundvierzigGrane, oder zween Fünftel mehr betragen, als diegebrauchte Platina.. Dieses Korn ward nochmalsmit der gleichen Quantität von frischem Bleye aufgleiche W rse bearbeitet: Die Schlacken erhielten wie-derum di> nämliche Farbe, und das Korn hat über-mal gerade zweyundvierzig Grane gewogen.
12. Der gleiche Autor erzählet eine andere Ope-ration , wo er Platina und Silber miteinander ver-bunden, diese Mischung mit Bley zusammengeschmol-zen , das Bley verschlacket, das Silber mit Scheid-wasser abgesondert, und die zurückbleibende Platinavon neuem kupelliret hat. Er hat dreißig Granerohe Platina genommen, und dreymal so viel von ei-ner Verbindung des Silbers mit dem Kochsalzsauren,welche man sonst Lmna comea, oder Hornsilbevnennet. Da die Vermischung in eine so grosse Hitzegebracht ward, als eine gläserne Retorte zu ertragenvermochte, ist nichts flüßiges herübergegangen, esfublimirte sich blos etwas weniges von einer weißenMaterie in den Hals der Retorte, wie gewöhnlich zugeschehen pflegt, wenn Hornsilber für sich selbst einemso starken Feuer ausgesetzt wird. Uebrigens ist dasGemeng in eine dunkelgelbe hyacinthfarbne Masse zu-C c s sam-