Band 
Des ersten Theils zweyter Band.
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4r6 Historie der Platina.

Holzkohle / vierzehn Stunden lang, in der stärksten jGlut unterhalten. Der grösseste Theil der Platina ist 'an dem Scherben so stark angebacken gewesen, ver- !mittelst eines Theils von dem Bley, welches heraus-geschweißt war und fich verglaset hatte/ daß selbe ohnedas Gefäß zu zerstoßen nicht loszubringen gewesen.Wo die Platina auf dem Scherben mit einem Hain-- :mer geschlagen oder mit einem Polierstahl gerieben !ward, dehnte ste sich und erhielte eine zusammenhan-gende Oberfläche, gleich Silber - oder Zinnblättern.Als das Pulver durch ein feines Sieb geschlagen und >gewaschen worden, haben fich nach wiederholtemQuetschen einige breite und platte Körner gezriget,welche fich unter dem Hammer leicht haben dehne»/und durch das Drücken mit einem Klüpchen beynahedoppelt zusammenbiegen lassen: eines darvon konnteman wieder voneinander thun / und in verschiedenenRichtungen von neuem umbiegen / ohne daß es geris-sen wäre. Dieses Pulver / dessen Theile so geschmei- ^dig und biegsam gewesen, versuchte ich in eine Massezu vereinigen, indem ich es in verschloßnem Tiegelvier Stunden lang mit heftigem Feuer triebe: Es isthiervon in einen Klnmpen zusammengebacken, der dieForme des Tiegels hatte, an dem Gefäß gar nichtanklebte, und nicht entfärbet war: von ein paarHammerstreichen ist er zerbrochen, aber nicht sehrleichte, hat fich ziemlich glatt feilen, und wie fei-nes Silber poliren lassen.

17. Vier Portionen Platina habe ich mit drey-mal so schwer Bley kupelliret, bis selbe in einem guten

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