Band 
Des ersten Theils zweyter Band.
Seite
418
JPEG-Download
 

4i 8 Historie der Platina.

vermögend gewesen die blendende Hitze so fern z»dämpfen, daß man an dem ^Hintern Ende einigeDämpfe hätte unterscheiden können. Das Gewölbund das entferntere End der Muffel fände sich vondem Rauch überall verglaset; die Kupellen find zer,brüchlich und ungefärbt gewesen; das Metall hatteeine silberartige Weiße, und war um 105 Granevermindert. Die Stücke aus den vorder« Kupellettsind noch immer brüchlich gewesen; die von der Hin-tern Seite hingegen haben sich unter dem Hammer be-trächtlich dehnen lassen, und schienen beynahe so weichzu seyn als legirtrs Silber.

i8» Ich habe noch viele andere Kupellationenvon gleicher Art angestellt; da aber bey denselbenkeine andere merkwürdige Erscheinungen vorgekommenfind, als die schon erzählten, so würde es überflüßigseyn eine umständliche Beschreibung von denselben ein-zurücken. Alle stimmen überein einen wichtigen Satzzu bestätigen, -aß obschon man bey dem gewöhnli-chen Proceß der Kupellation, sogar wenn derselbeunter stärkerm Feuersgrad angestellt wird, als mandurch den Probierofen hervorzubringen vermag, undman darmit einige Stunden über den Zeitpunct hin-aus anhaltet, wo das Erhärten des Metalls anzuzei-gen scheinet, daß das Feuer seine volle Wirkung gs-than habe, hat sich allezeit gefunden, daß die Platina soviel von dem Bley zurückbehalte, um unter dem Hammerzu zerbrechen; und doch laßt sich vermittelst einer zwau-Mündigen, oder länger» Fortsetzung dieser heftigenFettere, so viel von diesem zurückgebliebnen Bley ab-

söndern,