Siebenter Abschnitt. 419
sondern, -aß die Platina ihre Geschmeidigkeit wiedererlanget. Nachdem das Metall schon erhärtet gewe-sen, ist noch vieles Bley von demselben fortgetriebenworden, wie aus dem Versuche No. 17. erhellet/ wodie von den kupellirten Kuchen ausgetriebne Quan-tität, obschon dieselben nicht im geringsten wedererweichet worden sind, noch ihre Figur veränderthaben, mehr als ein Zehntel ihres Gewichts besa-gen hat. Je dünner die metallene Kucken gewesensmd, desto geschwinder und wirksamer haben sie sichvon dem anhangenden Bley befreyen und geschmeidigmachen lassen: Da bey einer dieser Kupellationen einTheil des Metalls sich in Form eines zarten Fadensausgestrecket hatte, ist dieser Drat nach sechsstündigemstarkem Feuer so biegsam geworden, daß er sich zuverschiedenen Malen ohne zu reisten hin und her hatwenden lassen, da hingegen ein dickes Stück von dergleichen Masse nach einem noch achtzehn Stunden lan-ger fortgesetztem Feuer immer spröde geblieben ist:Wenn eine geringe Portion Platina, die in einerKupelle von prvportionirter Grösse bearbeitet wor-den , wegen der Forme des Gefäßes- in eine ziemlichdicke Masse zusammengeflossen ist, wie bey den erstenKupellationen (No. i bis 8 in diesem Artickel) fastdurchaus geschehen, so ist ein heftiges Feuer, vonweit längerer Dauer, als das in Herrn Macquers Ver-suche , nicht hinlänglich gewesen, dieselbe geschmeidigzu machen; hat man aber dergleichen Massen zu Pul-ver zerflossen, und dünne aiisgel reuet, so find dieTheile dieses Pulvers vermittelst eines nicht sonderlichDd s heftigen