Achter Abschnitt.
4ZS
ßttd: Mit gemeinem Weingeist abgespület sind sieganz farbelos geworden: Dem Feuer ausgesetzt ha-ben sie häufige/ weiße Dämpfe von sich gegeben, miteinem zischenden oder knasternden Geräusche, und einesehr geringe Quantität von einem röthlichen Pulverzurückgelassen, das der Tabackspfeife, welcher ich michstatt eines Gefäffes bediente, einen düsterrothen Fleckmittheilte: Auf Marmor gelegt, und beynahe, wonicht gänzlich rothglüend gemacht, haben die Kristallenkaum weder die geringste Entfärbung verursacht, nochetwas an der Politur verdorben. Aus diesem Expe-riment erhellet, daß das Königswasser, wenn es mitPlatina gesättigt ist, noch vermögend sey eine be-trächtliche Quantität Quecksilber aufzulösen, und daßbey der Kristallisation ein grosser Theil -es Queck-silbers vor der Platina anschiesse.
Einer andern Quantität Platinasolution habe ichmehr Quecksilber zugesetzt, als sie im Stande gewesenaufzunehmen. Nunmehr ist die Platina allgemachunter das «nachgelöste Quecksilber niedergefallen, inForm eines dunkelbraunen Pulvers, und der Liquorhat sehr wenig Farbe zurückbehalten. Die Platinakommt demnach mit dem Golde darin üverein, daßsie mit dem Königswasser in geringerer Verwandtschaftstehet, als das Quecksilber, das Gold aber vereinigtsich bey dieser Präcipitation mit dem Quecksilber inein Amalgama, da hingegen die Platina besonders inForm eines Pulvers liegen bleibt. Aus dieser Bemer-kung laßt sich eine Erscheinung erklären, welche HerrMarggraf in folgendem Versuche erzehlet.
Ee 4
Da