Band 
Des ersten Theils zweyter Band.
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Historie der Platina.

Da eine halbe Unze Quecksilber und eine Unze ei-ner Plakinaßolulion znsammenqerüttelt worden, ist dasQuecksilber ganz träge geworden, und kurz hernachhat sich eine Quantität von einem gelbltchweißen Pul-ver zu Boden gesetzt. Als die Auflösung zur Digestionbey Seite gesetzt worden, hat sie den folgenden Tagetwas grünlich ausgesehen. Die Digestion ward nocheinen Tag länger fortgesetzt, und die Vermischungmit Wasser diluiret; der helle Liqnor ward abgegos-sen , die auf dem Boden sitzende Materie vollkommen-ausgesüßt, das gelblichweiße Pulver von dem Queck-silber abgewaschen und getrocknet. Das unzerfreßneQuecksilber hatte nicht die Natur eines Amalgam«,sondern ist ganz flüßig gewesen: Nachdem es in einerRetorte war desiilliret worden, hat es ein metallischesKorn zurückgelassen, welches so klein gewesen, dasses ohne ei» Vergrößerungsglas nicht zu unterscheidenwar, aber durch ein solches hat es gelb ausgesehen.Das weiße Pulver, welches in einer andern kleinenRetorte zur Sublimation gebracht worden, hat einSublimat abgegeben von röthlichgelber Farbe in demuntern Theil, und obenhe.r etwas mehr weißlichDarneben ist etwas weniges von einer grauen Materiezurückgeblieben, welche, nachdem sie zusammenge-drückt worden, gleich einem Amalgams aussähe.Merkwürdig ist daß das Quecksilber hier ein sehrstarkes Feuer ertragen hat, worbey der ganze Bauchder Retorte geschmolzen war, doch ohne dardurchein Loch zu bekommen.