45» Historie der Platina.
diese Theile in dem Amalgams zurückbleibe»/ ohnevon dem Quecksilber aufgelöset zu seyn / ohne sichmit der Keule zermalmen, und ohne sich in ihremgroben Zustande vermittelst des Wassers wegspülen zulassen. Verschiedene Zusammensetzungen von Platinaund Gold wurden auf obbeschriebne Weise behandelt;und die aus dem Amalgams erhaltene Portionen Goldweiter untersuchet. Wo die Proportion von Platinazuerst beträchtlich gewesen ist, haben sich allemal eini-ge Körner derselben in der schwammichten Masse desGoldes nach Verrauchung des Quecksilbers vermittelstdes Vergröfferungsglases entdecken lassen; und sogar,wenn Gold zuerst war geschmolzen und hinlänglichflüßig gemacht worden, nm frey in die Forme zu flüsssen, habe ich öfter abgesonderte Platinakörner aufdem Bruch des Zains bemerken können. Wenn dirProportion der Platina gering gewesen, habe ich dasaus dem Amalgams wiederhergestellte Gold öfter,aber nicht allezeit rein befunden.
Es erhellet demnach, daß, ungeachtet das Queck-Wer gegen das Gold in näherer Verwandtschaft ste-het , als mit der Platina, und ungeachtet die Pla-tina sich nach diesem Grundsatz von dem Golde ab-sondern laßt; dieser Proceß gleichwol zu ungewiß undin seinem Erfolg zu zweydeutig sey, als daß er zubestimmten Versuchen könnte angewendet werden, weitwir kein Merkmal haben können von dem eigentli-chen Zeitpunct, da derselbe darf abgebrochen werden,und ohne weitere Experimente nicht sicher seyn kön-nen, ob alle Platina sey abgesondert worden oder nicht.
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