Neunter Abschnitt» 4; s
reiten, hier hingegen, wo man blos die Absicht hatzu entdecken, ob der Liquor noch gefärbt zurückbleibe,nachdem sich der Präcipitat zu Boden gesetzt hat, wirdie geringste Portion der färbenden Materie um soviel leichter zu unterscheiden vermögen, je weniger derLiquor verdünnet ist.
Gegen den eben erzehlten Versuch hat man singe«wendet, daß ungeachtet die Platina sich entdecken lasse,,wenn sie auf angezeigte Weise blos obenhin mit demGolde vermischt sey, so könne gleichwol geschehen,daß selbe, nach einer genaueren Vereinigung mit demGolde durch das Schmelzen, bey dieser Art der Prü-fung sich verborgen erhalten könne. Dieser Voraus»setzung zu Folge habe ich Vermischungen von Golde,mit geringen Proportionen von Platina einige Stun»den lang bey sehr starkem Feuer im Flusse erhalten,und hernach in Königswasser aufgelöset; die Auflö.jungen wurden mit vielem Wasser verdünnet, und all»gemach so lange eine Auflösung von feuerfestem Alkali,zugegossen, als sich ein Aufbrausen oder eine Trübheitzeigte. Die Mäßigkeiten sind auf solche Weise blässerausgefallen, als wenn jedes Metall besonders wäreaufgelöset worden, haben aber doch noch Farbe genugzurückbehalten um die Beymischung der Platina znverrathen^ Da nun der Grad der Farbe hier nichtso beträchtlich gewesen, als von der vermuthlichenQuantität der denselben veygemischten Platina zu er-warten wäre, versuchte ich die darin enthaltene Pla-tina auf eine deutlichere Art zu entdecken. In diesiltrirtm Liquores habe ich etliche Bleche von reinem
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