4?s Historie der Platina.
getrieben. Nunmehr war sie weniger spröde als zuvor,ließe sich glatt feilen, und hatte eine blaßgelbe Farbe.
Als hernach das Metall in einer Florentiner Fla-sche mit Königswasser ist digeriret und gekocht worden,hat sich der grösseste Theil darvon aufgelöset, und istnur etwas weniges von einem weißlichen Pulver, wel-ches wahrscheinlich Silber gewesen, auf dem Bodendes Gefäßes zurückgeblieben. Da man die goldfarbneAuflösung in eine Vitriolsolution ausgeleeret hat, istalsobald ein Präcipitat niedergefallen , wie sonst vondem Golde zu erfolgen pflegt. Nachdem es bis aufden folgenden Tag ruhig geblieben war, damit derPräcipitat Gelegenheit hätte sich vollkommen niederzu-lassen , ward der grösseste Theil des Liquors abgegos-sen , und der Ueberblieb, zugleich mit dem Bodensatzin ein Filtrum gethan: Da der Liguor durchgeronnengewesen, ward das Pulver auf dem Filtrum mit fri-schen Portionen Wasser abgesüßt. Nach dem Ertrock-nen ward beedes das Filtrum und der Präcipitat ineinen Probiertiegel gethan, und rothglüend erhalten,bis sich weder Flamme noch Rauch mehr zeigte. Dar-auf ward zu kleinen Portionen etwas Salpeter hin-eingeworfen: Zuerst ist ein ganz gelindes Verpuffenerfolget, nachher aber alles in stillen Fluß gekommen,und als es ausgegvffen worden, habe ich einen Königvon hochgefärbtem, geschmeidigem, reinen Gold er-halten , welcher zwischen achtzehn und neunzehn Gra-uen woge.
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