Band 
Des ersten Theils zweyter Band.
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508
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Anhang.

sO8

8. Hannover 1764, wird bemerket, -aß der mitdiesen Salzen rectificirte Weingeist zu Fürnissen nichtstauge, besonders zu dergleichen, welche auf vergol-dete Arbeiten sollen gebraucht werden, weil der Geestetwas von dem Salze aufnehme, welches die Farbeverdunkle, und das geschwinde trocknen des Fürnissesverhintere. Diese Anmerkung scheint sich auf sol-chen Weingeist zu beziehen, welcher nicht blos durchdie Vermischung des Alkali mit demselben, da manbeedes in der Kälte einige Stunden lang ruhig ste-hen laßt, sondern mit Beyhülfe einer beträchtlichenWärme Lephlegmiret wird; in welchem letztern Fallman in der That findet, daß er eine geringe Portionvon dem alkalischen Salze an sich nehme, aber daßes in dem ersteren Fall etwas auflöse ist noch nicht sozuverläßig. Sollte indessen der Weingeist auf ent-wedere Weise eine alkalische Beymischung erhalten ha-ben, so kann er mit ein wenig wohl getrocknetemund gepulvertem Alaun leicht wieder darvon reingemacht werden; denn das Alkali wird von derSäure des Alauns angenommen, und giebt mitdemselbigen ein Gemeng ab, welches in weinyaftenGeistern unauflöslich ist. Wo ein vollkommner reuner Weingeist erfordert wird, pflegen verschiedene den-selben zuerst mit alkalischen Salzen zu dephlegmiren,und hernach von dem etwa darin versteckt bleibendenAlkali durch das Abdestilliren von einer PortionAlaun zu befreyen: Glaublich wurde ein blosses In-fundiren und Zusammenrütteln mit dem Alaun, we-nigstens wo der Weingeist zum Fürnißbereiten bestimmt

ist.