Anhang,
507
zösischen Akademie, in dem Jahr 1720 von HerrnScarlet, und 1738 von Herrn Graham mitgetheilet,und neulich m die Nlemoires der Französischen Aka-demie für das Jahr 1761 eingerückt worden. Ob-schon ich mir nicht einbilde, daß der hier beschriebedem auf eben angezeigter Blattseite mitgetheilten in ei-niger Absicht vorzuziehen sey, so will ich denselbenzur Befriedigung des Lesers hier gleichwol einrücken.„Nehmet zwo Unzen Gummilac, zwo Unzen gelbenBernstein, vierzig Gran Drachenblut in Körnern,eine halbe Drachme Saffran, und vierzig Unzen gu-ten Weingeist: Jnfundiret und digeriret wie gewöhn-lich, und laßt endlich das dünne durch ein reinesTuch durchlaufen. Dasjenige Stück, welches sollgefürnißt werden, muß man erst warm machen, eheman den Lac auftragt: Von diesem Fürniß erhaltetes eine Goldfarbe, welche der Vergöldung im Feuerwenig nachgiebt, und kann, wenn es beschmutzt ist,mit warmem Wasser wieder rein gemacht werden.,,Wahrscheinlich hat der Bernstein bey dieser Composi-tion wenig zu bedeuten, weil sich in dem Weingeistvon demselben sehr wenig auflöset.
Da es nothwendig ist den Weingeist von seinerLymphe oder wasserichten Veymischung soviel als -möglich zu befreyen, und da sich dieses am süglich-stcn vermittelst feuerfestem Laugensalze bewerkstelligenlaßt, so habe ich angegeben den Weingeist mit sovielAlkali zusammenzurütteln, als erfordert wird, umalles Phlegma zu verschlucken. In Meyers fürtrefli-chem teutschen Tractat von dem ungelöschten Kalk,
Z. Han-