Band 
Erster Theil.
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22 Geschichte der Gtaatsveränderungen

Plutarch, erwählen. Allein das Volk, welches ge-iln Leben wahr ward, daß diese Zwischenregiernngves Nu- M nichts dienete, als seine Regenten

" ' zu vermehren, verlangte die Aufhebung der-selben öffentlich. Der Rath mußte also einAnsehen fahrenlassen, das ihm ohnedem ent-gieng. Derselbe ließ hierauf dem Volk denAntrag thun: Ob es wollte, daß mau zu derWahl eines neuen Kömges schreite; oderaber nur gewisse Personen zu der Regierungdes Staats berufe, die man jährlich ab-wechseln könnte? Das Volk überließ dieMacht, unter diesen beyden Regierungsar-ten eine zu erwählen, aus Hochachtung undEhrerbietung, dem Rathe. Viele Raths-herren, welche das Vergnügen kosteten, inRom keine höhere Würde als die ihrige zusehen, zeigeten sich für die republikanische Re-gierung sehr geneigt. Doch die vornehm-sten von dieser Gesellschaft, welche unter derHand nach der Crone strebeten, brachten esdahin, daß man durch die Mehrheit derStimmen entschied, keine Veränderung inNcurKö- der Regierungsart einzuführen. Man faß-rugswabl. ^ also den Entschluß, angenbliklich zu derWahl eines neuen Königes zu schreiten; undder Rathsherr, welcher während dieser Zwi-schenregierung der letzte war, der die Stelleeines Zwischenköniges vertreten hatte, rede-te das Volk in voller Versammlung an, undsagte: «Ihr Römer! erwählet einen König.«Der Rath giebt feine Einwilligung dazu;«und wenn eure Wahl auf einen Prinz«fällt, der würdig ist, daß er dem Rommus

«nach-