24 Geschichte der Gtaatsveränderungen
langten/ man sollte keinen andern, als ei-nen gebornen Römer zum Könige erwäh-len. Hergcgen wollten die Sadmer, dieseit dem Tode des Tatius keinen König ge-habt halten, man sollte einen aus ihremMittel zu dieser Würde erheben. Nach vie-lem Gezänke ward man endlich eins/ daßdie alten Rathsherren den Römischen Röntgernennen, hergegen aber verbunden seynsollten, einen Gabiner dazu zn erwählen.Im IM Also fiel die Wahl auf einen Sabiner, wel-«ach Erb. cher aus der Stadt Rures gebürtig war,derStadt, j,Itzgemein nur auf dem Lande
T L'vius, aufhielt. Derselbe hieß Numa Pompilius,Dionysius und war ein tugendhafter, kluger und ge-von Hal. mäßiqterHerr; der die Gerechtigkeit undBil-Plmarch. ligkeit liebte, dabey aber fich wenig auf dasverbessert Kriegshandwerk verstand. Deßwegen be-tte Reli. müheke er sich auch, (weil er fich durch sei-gion. nen Mnth lind durch seine Dapferkeit keinengrossen Ruhm erwerben konnte) durch seinefriedsamen Tugenden sich hervorzuthun.Seine einzige Bemühung gierig währendseiner ganzen Regierung, vermittelst ei-nes langwierigen Friedens, dahin: die Ge-müther auf die Religion aufmerksam zu ma-chen, und den Römern eine grosse Fvrchtgegen die Götter einzuflößen. Zu dem En-de banete er neue Tempel; er setzte Festtageeili; und da die Antworten der Orakel, unddie Vvrhersagllngen der Wahrsager aus demGeschrey und Fluge der Vögel, und aus demEingeweide der Thiere, den ganzen Gottes-dienst dieses rohen Volks ausmachten, so
brauchte