Im Jahrnach Erb.der Stadt,82.
Krieg wi-der die Al-baner.
Streit derHorazierund Ku»riazier.
26 Geschichte der Gtaatsveranderungen
ter gedachte, als wie er den Staat durchneue Eroberungen erhalten möchte.
Wenn dasfriedsame Betragen des Nunraden Römern zuträglich gewesen, um diewilden und rohen Sitten dieses Volks zubessern; so war die trotzige und verwegeneGemüthsart des Tullus von nicht geringe-rer Nothwendigkeit in einem solchen Staate,der auf Gewalt und Gewaltthätigkeit ge-gründet, und allenthalben mit Nachbarnumgeben war, die das Glük desselben benei-deten. Die Einwohner der Stadt Albaliessen am meisten Erbitterung bliken; un-geachtet der meiste Theil der Römer von darabstammete, und man die Stadt Alba alsdie Hauptstadt des ganzen Larunns betrach-tete. Verschiedene Ursachen zu gleichseitigenKlägden, welche unter benachbarten Staa-ten gemeiniglich vorkommen, zündeten dasKriegsfeuer an; oder, damit wir besser re-den, so bewog der Ebrgeitz allein, und dieBegierde, seine Eroberungen stets weiter fort-zusetzen, beyde Völker, daß sie zun Waffengriffen. Die Römer und Albaner gierigenzu Felde. Da sie beyderseits Nachbarn wa-ren , stand es gar nicht lange an, bis beydeHeere einander unter die Augen traten.Man ließ sichs deutlich genug merken, daßman dießmal um die Oberherrschaft, und umdie Freyheit streiten würde.
Als beyde Theile zum Angriffe bereit wa-ren, so that der Feldherr der Albaner, (esmag nun aus der Ursache geschehen seyn,
weil