Band 
Erster Theil.
Seite
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in der Röm. Republik. l Buch. 27

weil er um den Ausgang des Treffens be-sorgt war; oder weil er nnr allein das Blut-vergießen Verbäten wollte) der« Könige derRömer den Antrag, das Schiksal beyderVölker dreyen Streitern von jedem Theileanzuvertrauen ; unter der Bedingung, daßdie Oberherrschaft dem Sieger als eine Be-lohnung zufallen sollte. , Dieser Antragward gutgeheißen. DieRömer und Alba-nier ernenneren jede drey dapfere Soldaten.Man siehet wol, daß ich von den Hora-Ziern und Ruriaziern reden will. MeineAbsicht ist nicht, mich in eine genaue Be-schreibung dieses Zwcykampfs einzulassen.Es ist jedermann bekannt, daß in diesem be.rühmten Streit die drey Äuriazjer, undzween von den Horaziern geblieben sind;und daß Rom durch die Dapferkeit und Fer-tigkeit des letzten Horaziers den Sieg davongetragen hat. Als hierauf der Römer sieg-reich, und mit den Waffen und dem Raubeseiner Feinde beladen, seinen Einzug m dieStadt hielt; begegnete ihm unterwegens sa-ue Schwester welche einen von diesen Ru-riaziern heyrathm sollte. Diese, als sie ih-ren Bruder mit d em Waffenroke ihres Ge-liebten, (den sie selbst mit eigener Hand ge-macht hatte) än.gethan sah; konnte ihrenSchmerz nicht läviger bergen, sondern ver-goß ganze Ströme von Thränen, rauftesich selbst die Haare aus, und überhäufte indieser heftigen Traurigkeit ihren Bruder mitden erschreklichften Verwünschungen.

DionysiuSvon Hal.im B.T. Livius,D.i-B.r.c. 2;.

Im Jahr»ach Erb.derStadt,87.

Horaziustodet seineSchwe,ster.

Hora,