Band 
Erster Theil.
Seite
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sz Geschichte der StaatsverändermMn

Horazius, der wegen des erhaltenen Sie-ges aufgeblasen war, und dem der unzelli-ge Schmerz (welchen seine Schwester beyeiner so allgemeinen Freude offenbarere) ver-droß. stieß derselben in der Hitze seines Zornsden Degen durch den Leib, und sagte zuivr:»So fähre denn bin zu deinem Geliebten,„und bring ihm diese unstimige Liebe, die„dich bewogen, einen erschlagenen Feind dem„Ruhme deines Vaterlandes vorzuziehen! „Jedermann hatte einen -Abscheu vor einer soHorazius grausamen lind unmenschlichen That. Manwird ver. nahm dm Mörder auf der Stelle gefangen,vammek. ,,„d brachte ihn vor die Zwever, weiche dieordentlichen Richter über dergleichen Verbre-chen waren. Horazius wm d von denselbenzum Tode verurtheilct; und der Tag seinesTriumphs würde ganz gewiß der Tag seinerMarter gewesen seyn; wo er nicht, aufAn-rathen des TuUus Hosti ius stch an die Ver-sammlung des Voiks gewendet hätte. Ho-razius erschien in diesr Versamnilnng miteben der Unerschrokenbeit und Standhaftig-keit, die er in dem Zweykampf wider dieRuriazier bliken ließ. Das Volk glaubte,es könnte in Betrachtung eines so wichtigesDienstes, gar wol die Gesetze eine kurze Zeit-Horazius lang ungültig seyn lassen. Horazms wardwird be- also qerechtgcsprochen, „mehr, (sagt Titusfreyet. „Livius) aus Bewunderung seiner Groß-„muth, als weil die Gerechtigkeit seiner Sa-Cicero, „(he solches erfvderte. Wir haben von die-i" ^er Re- jer Begebenheit darltm Meldung gethan,Milo damit wir aus dem Rathe, den der König

dem