84 Geschichte der Staatsveränderungen
dem Bürgermeister drey derselben; der Di-ctator aber behielt die vier übrigen vor sich.Die Römer giengen von verschiedenen Or-ten aus die Feinde los. Der Dictator schlugdie Sadiner; und der Bürgermeister ve-tusius erhielt einen Sieg über die Volsker.Er bemächtigte sich ihres Lagers, und nach-aehends der Stadt veletri, die er mit demDegen in der Faust eroberte, als er denflüchtigen Feinden nachjagte. A. Virgmius,der andere Bürgermeister, überwand dieÄequier, nnd trug einen Sieg davon, denaber die schleunige Flucht der Feinde nichtgar zu blutig machte.
Der Rath, welcher besorgte, die Soldatenmöchten nach ihrer Rükknnft von dem Di-ctator die Erfüllung seiner Verheißungenverlangen, ließ hierauf sowol demselben, alsden beyden Bürgermeistern kund thun, dieSoldaten stets bey ihren Fahnen zu behal-ten, unter dem Vorwande, daß der Kriegnoch nicht zum Ende gebracht sey. Die bey-den Bürgermeister gehorchten. Allein derDictator, dessen Ansehen nicht voll demRath abhieng, dankte sein Kriegsheer ab,und erließ die Soldaten des Eydes, den sieschwuren, als sie ihre Namen einschreibenließen. Und damit er eine noch deutlichereProbe seiner Zuneigung gegen das Volk anden Tag legen möchte, nahm er vierhundertder ansehnlichsten Bürger, und sehte diesel-ben unter die Zahl der Ritter. Hierauf be-gab er sich in den Rath, und verlangte, daß
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