86 Geschichte der Staatsoerändermigen
„inskünftige hervorthun werden, mir ähn-lich, und eben so gemäßigt, als ich, seyen!„Allein, erwartet nicht, daß ich solche Bür-„ger betrügen werde, die auf mein Wort»zu den Waffen gegriffen, und mit Versprü-„tzung ihres eigenen Bluts über eure Feinde„gesteget haben. Der Krieg, den wir ge-sell unsere Feinde zu führen hatten, und„unsere innwendigen Spaltungen, haben die„Republik bewogen, mich mit der Dietatur„zu beehren. Wir haben den Frieden von„aussen wiederum erlanget, und man ver-„hindert mich , denselben von innen auch„wiederum herzustellen. Da nun auf diese„Weise mein Amt unnütz gemacht wird, so„habe ich den Entschluß gefastet, diese hohe„Würde niederzulegen. Ich will lieber als„eine Privatperson, als mit dem Titel eines„Dictators, der Unruhe zusehen.,. Kaumhatte er diese Worte ausgeredet, verließ erden Rath schleunigst, und rüste die Ver-sammlung des Volks zusammen.
Rtde des Nachdem das Volk versammlet worden,
Dalenus erschien er, mit allen äußerlichen Zeichen derWürde, in der V rsammlung. Er danktesogleich dem Volk, daß es auf seinen Befehlso eilfertig zun Waffen gegriffen; und lobtezu gleicher Zeit seinen Muth und seine Ta-pferkeit, die es wider die Feinde der Re-publik gezeiget. „Ihr habt, (sagte er)„als rechtschaffene Bürger, eurer Pflicht ein„Genügen gethan. Nun wäre es an mir,»daß ich hinwiederum »nein gegebenes Wort
„erfüllen