Band 
Erster Theil.
Seite
165
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9§ Geschichte der Staateweränderunaen

»der R gierung bemächtiget haben. Ihr„Herren! (sülzte Appius hinzu, indem er»sich zu den Häuptern de. Ratys umwende-te ) ich habe dieses Verbrechen niit euch ge-„mein. Die Regierung gehöret euch zu, und„ihr seyd allzuklüg, daß ihr dieselbe einem„unbändigen Pöbel, diesem reissendenTdier,»überlassen werdel, welches nur allein seine„Schmeichler anhöret; dessen Sclaven aber„oft zu Tyrannen werden. Und eben das»haben wir, ihr Herren! von dem M. Da-„lerius zu beförchten; welcher, ob er gleich„alleLAnsehen, das er in der Republik besi-„tzet, einzig und allein den Würden zu dan-ken hat, mit denen wir ihn beehret haben;„sich desselben vorletzt bedtener, um unsere»Gesetze in Grund zu richten, unsere Regie-„rungSart abzuändern, und durch ftme Nie-derträchtigkeit sich einen Weg z-ir Tyrannen„zu bahnen. Ihr habt es gehöret, und ihr„habt eS wahrnehmen können, daß, da er„von den gefährlichen Anschlägen der Auf-rührer besser, als wir, unterrichtet ist, er„euch zu neuen Anfoderungen vorbereitet;„und, unter dem Vorwande, als verlangte„er eine Gewährleistung für die Freyheit des»Volks, nichts anders suchet, als die Frey-»heit des Raths zu unterdrüken.

Meinung „Allein lasset uns zur Hauptsache schreiten,Ar" „um welcher willen wir uns heute hieher ver-Absich? »sammlet haben. Ich sage also, daß manauf die »einen Staat in Grund erschüttere, wennSchulden, »man die Gesetze desselben verändert; und

»daß