in der Röm. Republik. I. Buch.
Absichten ward er von einem andern Bür-ger unterstützet/ der fast von gleicher Ge-müthsart war; der aber mehrere Geschik-lichkeit als jener besaß. Dieser nennete sichLucius Junius / eben so wie der Erretterder Stadt Rom / ob er gleich aus einem ganzandern Geschlecht abstammete. Er maßtesich so gar aus einem lächerlichen Hochmuth,(damit er sich mit jenem berühmten Patri-cier vergleichen möchte) den Beynamen Bru-tus an. Dieser Bürger gab dem Giciniusden Rath, die Unterhandlung der Abgeord-neten sogleich zu hintertreiben; und der Ver-einigung, und dem Frieden neue Hindernis-se in den Weg zu legen, damit er erfahrenmöchte, wie viele Vortheile sie aus demsel-ben ziehen könnten; und wie theuer man ge-siuuet sey, denselben zn erkaufen. „Der»Rath, (sagte er) förchtet sich, und wir be-halten die Oberhand, wenn wir uns dieser„Umstände wvl wissen zu Nutz zu machen.„Lasset diese ernsthaften RathShcrren nur re-„den. Ich mache mich anheischig, ihnen im„Namen unserer Gefährten zu antworten,„und ich hoffe, meine Antwort werde ihnen„so nützlich, als angenehm seyn.,.
Nachdem diese beyden Häupter der bürger-lichen Parthey, in Ansehung der verschiede-nen Rollen, die jeder spielen sollte, überein-gekommen waren, führete Sicinius die Ab-geordneten in das Lager. Die Soldatenschloffen einen Kreis um dieselben, und nach-dem sie sich an einen Ort niedergesetzet hat-G 5 ten,