izr Geschichte derGtaatsveranderrmgen
„Wonnen. Ihr Zunftmeister! räumet den«Bürgermeistern oen Platz nur ein. Sie«mögen heute reden so lauge , als es ihnen«gefällt. Morgen will ich euch zeigen, wie„groß die Würde und die Macht eurer Aem-,,ter sey. Verschaffet nur, daß auf euern«Befehl, und anfeuere Berufung, das Volk«sich zeitlich hieher begebe. Mißbrauche ich„seines und euers Zutrauens, so bin ich be-reit, verwegene Verheissungen mit dem«Verlust meines Lebens zu büssen.»
Diesmal sah man sich genöthiqet, die Ver-sammlung wegen der Nacht, (die wahrenddieses Gezänks einbrach) zu beurlauben.Das Volk gieng voller Uugedult, (um auf denmorgenden Tag die Würkung der Verheis-sungen des Brutus zu sehen ) aus einander;die Patricier begaben sich ihres Orts auchnach Hause, und verachteten die Redet» ei-nes gemeinen Bürgers, der, wie sie vorga-ben, nicht im Stande sey, die Verrichtungder Zunftmeister weiter, als auf den blossenWiederstand auszudehnen, der denselbenauf den» heiligen Berge zugekennt worden.
Allein Brutus, der geschikter war, als-er Rath es vermeinte, verfügte sich sogleichzu dem Zunftmeister Icilius. Er brachtekillen Theil der Nacht zu, um sich mit ihmund mit den übrigen Zunftmeistern zu be-sprechen, und machte denselben seine An-schläge wissend. «Es kommt nur darauf an,«wenn wir unser Vorhaben glükltch ins«Werk richten wollen, (sagte er) dem Volke
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