Band 
Erster Theil.
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inderRöm. Republik. II. Buch. 20z

„fer Krieg glüklich soll geführet werden, so„müssen die Götter denselben für rechtmäßig„halten; oder er muß wenigstens in den Au-„gen der Menschen gerecht scheinen. Denn„es ist nöthig, daß der Beweggrund, oder„der Vorwand, der euch von neuem die»Waffen in die Hände ziehet, zugleich enere„Nachbarn anfeuere Seite ziehe, und euch„neue Bundesgenossen erwerbe. Stellet„euch deswegen an, als ob ihr ein Verlan-gen trüget, den Stillstand, den beyde Völ-ker mit einander geschlossen haben, in ei-gen dauerhaften Frieden zu verwandeln.»Lasset zu dein Ende durch enere Abgeordne-ten, die ihr nach Rom senden werdet, nur„dieses einzige Bedingniß fodern: daß man„euch diejenigen Länder zurät gebe, die euch„entweder durch die unalüklichen Kriege, oder»durch die abgezwungenen Friedensschlüsse,»sind entrissen worden. Ihr wisset wol,»daß das Römische Gebiet, gleich nach Er-bauung dieser Stadt, mehr nicht, als ohn-»gefähr fünf oder sechs Meilen in seinem»Umfange hatte. Dieses kleine Gebiet ist»allgemach durch die Eroberungen, oder bes-ter zu reden, durch die unrechtmäßigen und»gewaltsamen Besitzungen der Römer, zu„einem grossen Lande geworden. Volsker,„Sabiner, Aequier, Albaner, Toscaner,»Lateiner, kurz: kein Volk ist in ihrer»Nachbarschaft zu finden, dessen Städte und«Länder sie nicht angefallen haben. Diese„werden eben so viele Verbündete seyn, die»sich mit euch in einer gemeinschaftlichen An-gelegen-