Band 
Erster Theil.
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2S2 Geschichte der Staats Veränderungen

Rede des „Es ist niemand von euch, (sagte er zuCoriolans „ihnen) unbekannt, daß ich durch die Bos-inderVer. „heit, oder durch die Schwachheit dererje-derNal'^ »nigen' die entweder die Urheber, oder dieker. ' „Mitschuldigen meines Unglüks sind, zu ei-„nem immerwährenden Elende bin verur„theilet worden. Hätte ich nichts als ein„Freystadt gesuchet, so hätte ich entweder z?„den Lateinern, unsern verbündeten, ode>„in eine andere Römische Pflanzstadt miä„begeben können. Allein ein so stilles mit„unbekanntes Leben würde mir unerträgliä„gefallen seyn. Ich habe auch stets dafür ge„halten, es sey besser, einem solchen Leber„zu entsagen; als sich in einem Zustande zu„sehen, da man eben so wenig gcschikt ist,„seinen Freunden zu dienen, als sich an sei-„nen Feinden zu rächen. Dies ist also mein„Sinn. Ich suche durch meinen Degen„denjenigen Schutz zu verdienen , den ich vor„euch verlange. Lasset uns denn unsere ge.„meinschaftliche Rache mit einander verein-baren! Ihr wisset wol, daß jene undank-„baren Bürger, die mich so ungerechter»Weise ins Elend verwiesen haben, euere„abgesagtesten Feinde sind. Das stolze Rom„drohet euch mit seinen Fesseln. Euer Ei-gennutz erfodert also, daß ihr die Macht„so forchtbarer Nachbarn brechet. Ich sehe„mit Vergnügen, daß ihr euch anschiket, den„Krieg von neuem wieder anzufangen; und„ich gestehe, daß dieses das einzige Mittel„ist, die weitere Ausbreitung dieses ehrsüch,„tigen Volks zu hindern. Allein wenn die-ser