in der Rom. Republik. II. Buch. so-
endlich fein Lager bey den Cluilischen Grä-ben/ fünf Meilen von Rom/ auf.
Auf den Ruf von dem alüklichen Fort-gange feiner Waffen/ liefen die meistenVolsker dem Kriegsheere des Coriolanszu. So gar die Soldaten des Culluo ver-liessen ihren Feldherrn/ in der Hofnung, inkurzem Rom zu erobern/ und dasselbe aus-zuplündern/ und machten öffentlich kund,daß sie niemand, als den Römer zu ihremFeldherrn erkenneten. Das war gleichsamein neuer Sieg/ den Coriolan über denTullus erhielt/ und welcher in dem Gemü-the des Volskers eine brennende Rache zeu-gete. Ganz Italien hatte seine Augen aufdie Römer und auf die volsker gerichtet/die durch die blosse Abänderung der Be-fehlshaber/ eine so merkliche Veränderungin ihrem Glüke litten. So wahr ist es/ daßdie Macht eines Staates nicht so wohl aufder Anzahl/ und auf dem Muthe der Sol-daten/ als auf der Gefchiklichkeit dessen,der die Oberherrschaft über dieselben führet,beruhet. Zu Rom war die Bestürzung all-gemein. Das Volk/ das von den Mauer»herab die Feinde auf dem platten Lande zer-streuet sah, bat mit grossem Geschrey umFriede. Man sagte öffentlich auf dem Pla-tze, man müsse den Verurtheilungespruch,der wider den Coriolan ergangen, aufheben,und denselben aus seinem Elende zuruk be-rufen. Kurz, eben das Volk, das vorhinden Coriolan mit so viel Wuth ins Elendverwiesen hatte, drang nunmehr mit ebenI. Theil. O der