Band 
Erster Theil.
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208 Geschichte der Staatsveränderungen

wen lassen, um die Macht der Zunftmeisterzu zerstören. Die Patricier aber rükten ih-res Orts dem Volk vor: es habe einen sogrossen Feldherrn gcnötbiget, aus Verzweif-lung zu den Feindet» überzugehen. Kurz:Argwohn, Mißtrauen und Haß herrschte beybeyden Theilen; und man war in dieser Un-ordnung minder darauf bedacht, die Ools-ker zurük zu treiben, als den innwendigenFeind zu verschreyen, und zu Grund zu rich-ten. Die beyden Bürgermeister, die sich hin-ter die Maliern der Stadt Rom verkrochenhatten, warben sehr langsam ein Kriegsherran. Ihre Nachfolger, Spurius rnautius,und Sextus Furius, liessen nicht mehrHerzhaftiqkeit und Entschliessung bliken.Man sah wol, daß sie stch fürchteten, mit.einem so erfahrner» Feldherrn anzubinden.derTladt, Hole s^bst, »„d seine Zunftmeister, diesich so trotzig auf dem öffentlichen Platze zei-gten , bezeuget«» durchaus keine grosse Lust,ihre Namen anzugeben, und sich einschreibenzu lassen. Niemand wollte sich von Romhinweg begeben. Dieses mag denn dahergekommen seyn, weil sie sich gar nichts gros-ses vor» ihren Befehlshabern einbildeten,oder weil sie sich von ihren Bundesgenossenverlassen sahen, welche mit dem Glüke zu-gleich den Sinn geändert hatten.

Im Jahrnach Erb

Rom wird Indessen rükte Loriolan, weil er keineberennel. Macht vor sich fand, die sich seit»«» Anschlä-gen widersetzte, immer weiter fort; er er-oberte die Stadt Latinum», und schlug

endlich