Band 
Erster Theil.
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2lr Geschichte der Staatsveränderungeir

Hot, die sie von einem ehemaligen Freundemit Fng erwarten könnten. Allein diesegroßmüthigen Römer verlangten weiter kei-ne Gnadenbezeugunq als daß er sich binnender Zeit, da der Rath und das Volk sichzum Krieg oder zum Frieden entschließenwürde, mit seinem Kriegsherr von Romentfernen möchte. Coriolan willigte ihnen,aus Hochachtung gegen dieselben einen dreyf-sig tauigen Stillstand, der aber nur alleindas Römische Gebiet betreffen sollte. Hier-auf schikte er diese Abgeordnete, (mit denener eins geworden war, daß der Rath bin-nen diesen dreyßig Tagen ihm einen endli-chen Entschluß überschiken sollte) wiederumzurük. Er wandte diese Zeit dazu an, daßer verschiedene Städee der Lateiner erober-te, nach welchem HeerSzuge er, nebst seinemganzen KrieaSheere, aufs neue vor den Tho-ren der Stadt Rom erschien.

Alsbald schikte man neue Abgeordnete andenselben ab, die ihn beschweeren sollten,daß er ja nichts fodere, als was mit derWürde des Römischen Namens überein-stimme. Allein Coriolan, der von Naturhart und unbeweglich war, und äusserlichniemals keinen Zorn von sich bliken ließ,aber innerlich auch niemals von keiner Er-därmde gerübret ward, gab denselben ganztroken zur Antwort: Die Römer hattenkein ander Mittel zu erwählen, als denRrieg, oder die Erstattung. Er gebe ih-nen noch drey Tage Bedenkzeit, nach deren