Band 
Erster Theil.
Seite
283
JPEG-Download
 

214 Geschichte der Gtaatsveränderungen

Die Prie. Die Priester, die Opferer, die Wahrsa--erwer. aer aus dem Geschrey und dem Fluge derden an den Bögel, und die Bewahrer der Heiltgthümer,Zogen also, mit ihren Feverkletdern ange-vMtrvM' gleich als in einem Aufzuge, aus Rom.Sie traten in das feindliche Lager in einerernsthaften und bescheidenen Stellung, diebequem war, das gemeine Volk zurEhr-forcht zu bewegen. Derjenige, der dasWart führete, beschwuhr den Coriolai,, ersolle doch um der Ehrforcht willen, die erden Göttern schuldig sey, und um alles des-sen , was die Religion nur Heiliges in sichhalte, seinem Vaterlands den Frieden ver-schaffen. Allein sie fanden ihn eben so hartund unbeweglich. Er antwortete: daß das,so sie von ihm verlangten, einzig und alleinvon dem Willen der Römer abhänge ; unddaß sie den Frieden haben sollten, so bald siesich nur anschiken würden, diejenigen Län-der wiederum abzutreten, welche sie von ih-ren Nachbarn unrechtmäßiger und gewaltsa-mer Weise inne hätten. Diesen, fügte erannoch bey: es sey ihm nicht unbekannt, daßdie ersten Könige zu Rom, um die Ehrsuchtder Römer aufzuweken, und ihre Streife-reyen zu rechtfertigen, auf eine arglistigeWeise unter dem Volk ausgestreuet haben,als ob die Götter die Herrschaft über die gan-ze Welt der Stadt Rom bestimmet haben.Der Rath habe sich sehr angelegen seyn las-sen , einen Wahn zu unterhalten, den dieReligion ehrerbietig machte; das Volk aber,das von diesen Träumen eingenommen, und

thyrich-