in der NZm. Republik. II. Buch. 217
„ne Gemahlin, (die beyde so klug und tu-gendhaft sind) hat bliken lassen. Bittet!
„Flehet! Besibweeret! Ein so vortreflicher».Mann wird euern Thränen nicht widerste-hen können. Wir wollen euck alle, nebst«unfern Kindern nachfolgen. Wir wollen„uns zu seinen Füssen nieder werfen. Und„wer weiß, ob die Götter durch unsern ge-rechten Schmerz nicht werden gerühret,
„und ob sie eine Stadt nicht erhalten wer-„den, deren Vertheidigung die Menschen,
„(wie es scheinet) aus der Acht gelassen ha-lben?
Die Thränen, welche valeria häufig ver-goß, unterbrachen eine so bewegliche Rede,auf welche Veturia mit einer gleichen Trau-rigkeit antwortete: „valeria! ihr nehmet Antworr„eure Zuflucht zu einer ohnmächtigen Hülfe,
„indem ihr euch zu zwey Weibern wendet, Rede der„die in dem Schmerz, gleich als in einem Baien«.„Abgrunde versunken find. Seit dem nn-„glüklichen Tage, da das rasende Volk den„Toriolan ins Elend Vertrieben hat, ist die„kindliche Ehrerbietung und die zärtliche Lie-he, die er bis dahin für seine Mutter, und„für eine geliebte Gemahlin geheget, ver-schwunden. Er näherte sich zu uns, als„er aus der Versammlung kam, in welcher„er verurtheiiet worden, ganz ungestüm;
„und nachdem er eine geraume Zeit in einem„tiefsinnigen Stillschweigen verharret hatte,
„sagte er zu uns: es ist geschehen, Csriolan«ist vmirtheilet; undankbare Bürger habenÖ k »mich