2Z4 Geschichte der Staatsveränderungen
trug, überzeugenden Rath gänzlich, daß erganz andere Absichten im Schilde führe, undeinen ganz andern, als der Republik Nutzensuche.
Die Herniker, oder Hernicier, wareneins von den kleinen Völkern, die (wie wirschon gesagt) in der Nachbarschaft der StadtRom, und ohnweit dem Latium wohneten.Diese hatten sich, seit dem Absterben desLo-riolans, mit den volskern wider die Rö-JmIahre mer verbunden, Aguiliue, welcher dazu-, nebst dem T. Gicinius, Bürgermei-»6ü-67 üer war, hatte sie geschlagen; und Caßius,oder 268. der ihm in dem Bürgermeisteramte, und inDionystus der Ausführung dieses Krieges nachfolgete,von Hal. zwang dieselben, durch das blosse Schreken2^kiv§s seiner Waffen, daß sie um Frieden bittenmußten. Sie wendeten sich deswegen zu' ' '' dem Rath, welcher die Sache an den Bür-germeister verwies. Caßius machte sich die-se Verrichtung zu Nutze, und ohne daß erdem Rath die Bedingungen des Friedens-schlusses eröffnete, verwilligte er den Her-nikern den Frieden, und ließ denselbenden dritten TH- il ihrer Länder. Durch ebendiesen Vertrag gestand er ihnen überdies denso hochgeschätzten Namen der verbündeten,und der Büraer der Stadt Rom zu. Der-gestalt, daß er diesen Ueberwundenen ebenso günstig begegnete, als wären sie Ueber-winder gewesen. Um sich ferner einenAnhang so wol inner, als ausser demStaate zu machen, so bestimmte er den La-teinern