266 Geschichte der Staatsverändevungen
„Gefecht einige Soldaten eingebüsset habe;„ist dieses nicht das gewöhnliche Kriegsglük?„Würdet ihr auch Befehlshaber finden, wel-„che die Oberherrschaft über euere Krtegshee-„re, unter der Bedingung über fich nehmen„würden, baß sie alle Soldaten, die unter„ihrer Anführung aus Rom gezogen, wieder„dahin zurük führen wollten? Erforschet al-„so nicht, ob ich beym Ausgangs einer„Schlacht etliche Soldaten verlohren habe;„sondern urtheilet über mein Betragen, aus„meinem Siege, und aus den Folgen dessel-ben. Wenn es wahr ist, daß ich die Fein-de aus euerm Gebiete vertrieben; daß ich„eine grosse Anzahl derselben in zwey Schlach-ten getödet; daß ich die Ueberbleibsel ihrer„Kriegsheere genöthiget, sich in ihre Städte„zu verkriechen; daß ich endlich Rom und„euere Soldaten mit Raub, (den sie auf«feindlichem Boden gemacht haben) berei-„chert; so mögen denn euere Zunftmet-„ster aufstehen, und mir vorrüken, worinn„ich wider die Pflichten eines rechtschaffenen„Feldherrn gehandelt habe. Allein das ist„nicht die Ursache meiner Forcht. Diese An-tragen dienen nur zum Vorwande, damit„sie ihren Haß und ihre Erbitterung gegen„den Rath und den Adel überhaupt unge-ahndet ausüben können. Mein wahres„Verbrechen, sowol als desfürtreflichen Me-„nenius seines, bestehet darinn: daß wir,„während unsers Bürgermeisteramtes, die„zehenGevollmächtigten nicht ernennet haben,„nach denen ihr bereits feit langer Zeit ein