in der Röm. Republik. III. Buch. 265
„chen deuten? Allein man saget: ich habe„in der letzten Schlacht viel Volk eingebüßet.„Aber kan man wol, ohne beyderseitiges„Blutvergießen, einem Volke, das das Kriegs-handwerk aus dem Grunde verstehet, und«welches sich muthig vertheidiget, Schlach-ten liefern? Welch eine Gottheit hat sich„denn verbindlich gemacht, daß das Römi-sche Volk ohne Verlust si gen solle? Wisset„ihr denn nicht, daß man nur allein durch«grosse Gefahren den Ruhm erwirbet? Ich„bin auf ein Kriegsheer zu treffen gekommen,„das weit zahlreicher als dasjenige war, bes-ten Oberherrschaft ihr mir anvertrauet; und„dennoch habe ich dasselbe nach einem hart-„näkigteu Gefechte getrennet. Ich habe ihre„Legionen in Unordnung, und endlich in die„Flucht gebracht. Konnte ich den Steg, der„vor mir hergieug, so leichtlich fahren lassen?«Oder stand es etwa in meiner Gewalt, euere„Soldaten, (die ihrer Dapferkeit allzu-viel Gehör gaben, und einen erschrokenen„Feind hitzig verfolgten) zurük zu halten?»Würden euere Zunftmeister, (wenn ich„hätte zum Abzüge blasen lassen, wenn ich„unsere Soldaten wieder in ihr Lager zurük„geführethätte;) mich heute nicht beschuldi-gen , daß ich ein Verständniß mit den„Feinden unterhalten habe ? Wann über ene-„re Feinde sich wieder erholet haben; wenn sie„durch andere Völker, die ihnen zu Hülfe„eileten, unterstützet worden; wenn man„das Treffen von neuem wieder hat anfan-gen müsseri, und wenn ich in diesem letzter»R 5 »Gefecht