Band 
Erster Theil.
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r8o Geschichte der Staatsveründerungen

einMann,der von Natur stolz war,ungeachteter von keiner Ehrsucht beherrschet ward,welcher alle Sachen eben so trotzig unter-nahm , als er dieselben ausführete; und dersich wenig darum bekümmerte, wie er an-dere bereden, oder die Gemüther auf einegelinde Art einnehmen möchte; welchesgleichwol Sachen sind, die in der Regie-rung eines freyen Staats so nöthig sind.Man gab ihm zum Mitgehülfen den T.D.uintius, welcher von einer ganz widrigenGemüthsneigung war: ein Mann, der vonNatur sanftmüthiq, einnehmend, und dersich die Liebe des Volks erworben hatte; un-geachtet ilm jedermann als eines der für-nehmsten Häupter der Parthey des Adels be-trachtete. Der Rath hatte denselben aus-drüklich aewählet; in Hofnung, daß seineRathschlags und sein Beyspiel dasjenige,was sich tu den Sitten des Appius zu stol-zes uud trotziges befand, mildern würden.

Nachdem diese beyden Bürgermeister ihrAmt angetreten hatten, rüsten sie den Rathsogleich zusammen. Diesmal kam es dar-auf an, solche Mittel ausfindig zu machen,die bequem und tüchtig wären, die Kund-machung des Volerischen Gesetzes zu hin-tertreiben.

Appius war der Meinung: man sollteunter einem Vorwande, den man unterNachbarn stets finden könnte, ohne Verzugeinen neuen Krieg anfangen. Er stelletedem Rath vor, daß, dg derselbe über ein Volk

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