Band 
Erster Theil.
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in der Rom. Republik. IH. Buch. 272

tnng bedacht war / nahm man sich um soviel weniger des gemeinen Bestens in Acht.Nachdem aber dieses Uebel fast eben so ge-schwind vorüber war, als heftig es gelobethatte, so setzten die Zunftmeister den Ver-folg dieser Sache sogleich wieder fort; umes endlich dahin zu bringen, daß das vondem Dolero angetragene Gesetz angenom-men würbe. Und da das Amt dieses Zunft-meisters nun bald zum Ende aelanftn war,so behielt das Volk, welches glaubte, daßes ohne seine Hülfe nichts ausrichten würde,ungeachtet aller Bemühungen und alles Wi-derstands der Patricier, demselben dieseWürde noch vor das künftige Jahr bey.

Der Rath hielt sich deswegen verbunden,demselben einen standhaften Mann entgegenzu setzen, der sich nicht so leicht durst) dasGeschrey, und die Drohungen des Volkswürde schreken lassen. In dieser Absicht er-wählete er den Appius Claudius, und er-hob denselben zum Bürgermeisteramt, ohnedaß er demselben vorher Nachricht davongab. Denn man ward gewahr, (weit ge?fehlt, daß er sich um diese höchste Würdebewarb) daß er auch an dem Tage, da dieErwäblnng vor sich gehen sollte, nicht ein-mal in der Versammlung erscheinen wollte.Dieser hatte von seinem Vater die unver-brüchliche Liebe vor das Beste des Raths ge-erdet ; allein die heldenmüthige Sündhaf-tigkeit des erstem hatte sich bey den, Sohnin eine Härte verwandelt. Appius warS 4 ein

Volerowird inseinemAmt be-stäliüel.

Der Ratsstellet ihmden Ap-pius ent«gesell.ImIahrenach Erb.derStadt,282.

Dionysiujvon Hal.in, 9. B.