in der Röni. Republik, IV. Buch. ZZ7
»Gerüchte, (als würde eine Verratherey wi-»der die^Freyheit des Volks angeiponnen )»in der ^>ladt ausgebreitet haben. Weil sie»aber ihren Urheber nicht nenncteu, sahen»wir sie vor eitele Reden an, welche»Forcht und Müßiggang gezeuget hätte.»Seit der Zeit sind uns noch umständlichere»Nachrichten hintervracht worden; allein da»auch diese ihren Urheber nicht nenne-„ten, Haber» wir sie nicht werth geachtet,»daß wir sie euch hinterbrächten. Inzwi-schen , damit wir uns irr einer so wichtigen»Sache nicht saumselig erzeigen möchten, ha»»den wir hermlicheUnlersiichnugen angestellet;»und es sind uns genügsame Anzeigungen ei-»ner Zusammenverschwörung vorgekommen,»ohne daß wir weder die Absicht, noch das»Haupt, noch die Mitschuldigen entdeken»konnten. Es sind noch nicht zwo Stunden»verstoßen, seit dem wir endlich hinter die-ses entsetzliche Geheimniß gekommen sind.»Wir haben den Angenblik einen Brief auf»unserm Stule empfangen, der uns nicht»allein Nachricht von einer Zusammcnver-»schwörnnq giebt; sondern uns noch über-dies das Vorhaben derZusammenverschwor-»nen entdeket. Die ersten Anzeigungen, die»man enrdcket harte, stimmen mit diesem„Briefe gänzlich überein. Wir sind deswe-gen in einer so dringenden Gefahr, (da es»eben so ein grosses Versehen, als das Ver-„brechen selbst ist, seyn würde, wenn man„die Zeit nur zu Beratlsschlaanngen an-wendete , wie man das Lgster strafenl. Theil. D »wollte)