III. Buch. 2. Capitel. i-;
eifert, weil man sagte er sey ein Atheist; widerdie der dumme Pfarrer nicht eifert, denn er selbstist abergläubisch; wider die einer der gröstcu Män-ner, und aufgeklärtesten und sittsamsten Gottes-gelehrten , Samuel Werenfels, ehmaliger Pro-fessor der Theologie in Basel, mit zwingenderStärke zwar gestritten hat, aber wofür auch die-ser Wohlthäter feiner Republik, von Priesternund Layen gehaßt, verläumdet und verkezert wor-den ist; wider die sich endlich unsere aufgeklärtenAerzte nicht auflehnen, weil man sagte sie seyenFreygeist er oder Theoretici; wider die unsere Prac«tici nicht reden, denn der Aberglaube giebt Praxis.
Aus allen diesen durchaus auf der Erfahrungruhenden Fördersäzen fließt, daß Hippocrates miidem grösten Rechte Stille des Geistes, Entferinung vom Aberglauben und eine Göttliche Erhabenheit der Seele von dem Arzte gefodert, weies unmöglich ist daß man abergläubisch sey unidas wahre sehe; daß der Arzt an allem zweifelnmüsse was übernatürlich oder wunderbarlich ist-weil der Aberglauben nur das übernatürliche undN A wun«