III. Buch. Capitel. rr;
Ich habe einige der gröstm Hospitäler von Eu,ropa auf meinen Reisen gesehen und täglich be»sucht, der Himmel erbarme sich dieser Hospitä-ler. Viele die ich nicht gesehen sind vortreflich,aber sie sind es nicht durch die Menge ihrer Kran-ken , sondern durch die sorgfältige Beobachtungrinzeler Fälle.
Hippocrates hat ja selbst nur in kleinen Städ,ten oder Fleken practicirt, deren jede nicht einmalgroß genug war einen einzigen Arzt zu unterhal-ten. Seinie meisten Beobachtungen sind in Thesisalien und in Thracien gemacht, von welchen erdie Stäbtgen Larisia, Cranon, Aenus, Oenia-deö, Phera, Elis/ Perinthus, Thasus, Abdera,und Olinthus nennt. Galenus sagt ein einzigesQuartier von Rom halte mehr Einwohner alsdie gröste Stadt, in welcher Hippocrates geivesen.Nicht die Menge der Kranken, sondern die Fähig-keit aus jedem cinzelen Falle allen möglichen Nuzenzu ziehen, macht also die Grösse des Arztes aus.
Jede Krankheit hat ihre Merkwürdigkeiten.Das Auge des Empirikers fährt geschwind dar-P über