m. Buch. z. Capitel. 227
he treten, man muß ihr durch alle ihre Wendun-gen folgen, man muß ihr auf dem Fusse nach-gehen. Ohne diefe Genauigkeit in der Beobach,tung hat kein Arzt von einer Krankheit deutlicheBegriffe, er weis nicht was zur Sache gehörtund nicht gehört, er weis nicht was beständigwas flüchtig was zufällig ist, er steht den Zu-sammenhang der Wirkungen mit den UrsachenNicht, und hält jene für diefe, diefe für jene, eeentdeket die Anzeigen zur Heilung nicht, weil erdie Ursachen miskennt. Hippocrates gieng inder Genauigkeit feiner Beobachtungen so weit,daß in unfern Zeiten die grösten Aerzte sichschmeicheln sie haben die Natur gesehen, wennsie gesehen haben was er.
Jede einmal wohl beobachtete und bestimmteKrankheit ist für das ganze Leben eines Arztesbeobachtet und bestimmt. Diese Wahrheit wirddurch ein Gefez deutlicher, das sich die Griechi-schen Aerzte gleich anfangs bey Ausübung derArzneykunst gemacht, und dem ich gcfolget bin.Bey dem ersten Schritte den ich als Arzt inP » dtk