M. Luch. 4. Capitel. 249
uis der Krankheiten ist der Natur vorzüglich ge-mäß , weil ste aus demjenigen fließt was die All-gen sehen; da hingegen bey der Untersuchung derUrsachen der Verstand nicht immer durch die Au-gen sieht. Weil sich nun das gewisse mit demungewissen nicht vermengen läßt, so muß manauch mit der Geschichte der Erscheinungen dieBetrachtung der Ursachen nicht vermengen, unddarum bleiben von der Geschichte der Erscheinun-nungen in den Krankheiten die Ursachen weg.Man hat vorlängst erkennt, daß der grosse Ruhmdes Hippverates hauptsächlich eine Wirkung desFleisses sey, mit dem er die kleinsten Umstände inden Krankheiten beobachtet, lind der Genauig-keit , mit welcher er alles aufgezeichnet was denKrankheiten vorhergegangen, mit was für Zufäl-len sie begleitet und was in denselben nuzlich oderschädlich gewesen. Durch diesen Fleiß und durchdiese Genauigkeit hat uns Hippocrates mit demje-nigen bekannt gemacht, was man durch die Ge-schichte der Krankheiten versieht. Anstat den Ur-sachen der Begebenheiten nachzuforschen, begnüg-Q 5 te