Band 
I. Theil.
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-66 von der Erfahrung.

gen, weil sie aus demjenigen genommen werdenwas die Sinne fühlen; sie liegen aber auch oftin ihren Ursachen , und dennzumal kennt mandie Krankheit nicht bis inan ihre Ursache kennt.Jedes Zeichen der Krankheit ist eine Wirkung derKrankheit, aber nicht jede Wirkung der Krank-heit führt uns auf die Ursache der Krankheit.Weil aber der Geist zu den Ursachen durch dieWirkungen sich erhebt / so kann man auch zu derKenntnis der inwendigen Beschaffenheit nicht an-ders als durch die äusserlichen Zeichen gelangen.

Boerhaave sagt, nichts sey in der Arzneykunstnöthiger als die Zeichen, und es wäre besser vonder Arzneykunst gar nichts zu wissen, als von denZeichen nichts zu wissen ; darum solle sich auchder Arzt vorzüglich um diese Wissenschaft bewer-ben, und derselben sich ganz ergeben. Er seztan einem andern Orte hinzu, kein Theil der Arz-neykunst habe vor diesem einigen Vorzug, er seyweitaus unter allen der nothwendigste und dererste; der nothwendigste, weil wir bey dem erstenBesuche des Kranken um die Zeichen des Zustands

der