ryo Von der Erfahrung^
er dem Arzte nicht Zeit läßt die Folgen diesesFalls zu beobachten. Die Arzneykunst hat dar-um wie die Staatskunst und die Kriegskunst un-endliche Schwierigkeiten , weil man oft an daskünftige denken muß, eh man von dem gegen-wärtigen verstchert iss
Aber es giebt auch höchst wichtige Fälle inwelchen uns die Zeichen gänzlich fehlen. DerWundarzt Beauregard hat in Frankreich einenstarken jungen Mann nach einem Hiebe auf denKopf neunzehn Tage ohne Fieber und üble Zu-fälle leben, und hernach mit fast verfaultem undstinkendem Gehirne sterben gesehen. Eben so sahohnlängst einer unserer grösten SchweizerischenAerzte, Herr Hirzel, erster Stadtarzt in Zürich,einen Menschen , der von seinem Freunde einentödtlichen Schlag an den Schlaf bekommen;der ganze fchuppichte Theil des Schlafbeins warzerspalten, und unter diesem Spalte lag auf derharten Hirnhaut gestoktes Blut vier Zölle lang,drey Zölle breit, und einen Zoll dik, das Hirnwar davon ganz eingedrükt; von aussen bemerkte
Herr