Band 
II. Theil.
Seite
146
JPEG-Download
 

l; k von der Erfahrung.

Man wird durch diesen Wechsel von Wirkun-gen und Ursachen so leicht nicht betrogen weil das-jenige allemal Wirkung ist, was in Ansehung derZeit auf wohl erkennte, zureichende und unwi-dersprechliche Ursachen folgt. Ich habe eine fal-lende Sucht gesehen, die aus den laugen Schrec-ken einer barbarischen Klosterauferzichung entstan-den, durch Trinken, Unzucht und Selbstbesickungunterhalten, verschiedene Jahre gedauert hatte alssich zum erstenmal bey dem Kranken Spulwür-mer , nachgehends platte Würmer, und Madenäusserten. Diese Würmer erschienen also nach-dem die fallende Sucht aus einer wohl erkennten,zureichenden und unwidersprechlichen Ursache längstentstanden war. Auch in verwikelten Krankhei-ten erkennen wir diesen Wechsel von Wirkung undUrsache vermittelst eben dieser genauen Beobach-tung der Umstände und der Zeit.

Bey allem dem muß man sich sehr hüten dieWirkung nicht für die Ursache zu nehmest, wo dieangeführte Vertauschnng nicht plaz hat. Melan-colische Personen verfallen insgemein in diesen Jr-

thum