IV. Buch. Capitel.
thum, indem sie die moralischen Wirkungen ihreskörperlichen Uebels für die Ursachen dieses Uebelshalten. Sie glauben mehrentheils sie seyen we-gen diesem oder jenem Verdrnsse, wegen diesemoder jenem Mangel, wegen diesem oder jenemUnglüke melancolisch, und doch sind sie es nurweil sie krank sind. Sie leiten ihr trauriges angst-haftcs Weien aus moralischen Ursachen her, daes doch aus physischen Ursachen fließt, sie bildensich ei» sie haben ihre Freunde, ihre Güter, ihreEhre verloren, und doch haben sie Freunde,Geld und Ehre, sobald die Arzneyen wirken, unddie Winde aus dein Därmen streichen. DieAerzte halte» oft dfte Uebcrblcibsel einer Krank-heit für die Ursache dder vorhergegangenen Krank-heit , oder die Zeichten einer vorhandenen Besse-rung für die Ursache der Besserung. Degnersagt, eine Wurst halbe einem von der Ruhr ster-benden geholfen, doch die starke Lust dar-nach augenscheinlich ein Zeichen der schon vor-handenen bessern Dmiung, und nicht die Wursteine Ursache derselben gewesen. Eben so ver-kehrt