IV. Buch. Capitel. 165
schrieben / ,'agt er sey allen sehr heissen Ländern«gen, und werde zu allen Zeiten des Jahrs aberam meisten im Sommer beobachtet, wenn nacheiner sehr starken Hize ein kalter Regen einfällt.
Am meisten und gefährlichsten leidet derMensch von der Feuchtigkeit der Luft/ wenn sichdie Wärme mit derfelben verbindet. Die Feuch-tigkeit schlägt alle unsere Kräfte ungemein niederund die Wärme noch mehr / welche die Schweis-löcher öfnet indeß da die Feuchtigkeit durch die-selben in den Körper dringt / alles zur Fäulnisund zur Zerstörung neigt. Man siehet die grö-lte» und plözltchsten Entkräftungen aus dieser Ur-sache entstehen. Die Fäulnis wird auf keine an-dere Weife so schnell und so unaufhaltsam erre-get , weil die Hize unsere Säfte schärft / weildre Feuchtigkeit die Ausdünstung hemmt und einFieber zeugt.
Eine warme und feuchte Luft hat auf demganzen bekannten Erdboden die gleichen Wirkun-gen. Rogcrs bemerkte daß die Luft so oft ausserordentlich feucht und warm gewesen / als epi-L; demifche