IV. Buch. Capitel. 227
che liegt woher er bläst, und weil jeder Windalso nach der Verschiedenheit dieses Strichs ver-schieden ist. In dieser lieblichen Verrükung schwe-ben auch diejenigen Dichter unter den Deutschen,die in Gegenden wohnen wo der Zephir über dasAtlantische Meer zu ihnen wähl, und von allenWinden für diese Dichter der häßlichste seyn solte,weil er ihnen den Regen bringt, die Ausdünstungzurüktreibt, und die Kräfte des Leibes und desGeistes bricht. Sogar nach der dichterischen Zü-rich säuselt der so oft besungene Zcphyr über dasAtlantische Meer und Frankreich, und er ist auchdaselbst unglüklicher weise meistens feucht-
Die Winde sind überhaupt von zwoen Arten,Landwinde und Seewinde. Jene hält man fürkalt und troken, diese für warm und feucht, da-her auch die Inseln insgemein wärmer sind alsdas feste Land. Doch sind die Wirkungen desLandwindes in verschiedenen Gegenden sehr ver-schieben. In den meisten Ländern ist der Land-wind überhaupt gesund weil er troken ist. Aufder Insel Java ist der Landwind höchst gefährlich,. P s weil