IV. Buch. 6. Capitel echs.
genauere und zahlreiche Erfahrungen überführtsey ihnen begreiflich geworden, daß diese Krank-heit allerdings eine Wirkung der Kornzapfen ist.Auch der Doctor Johann Jacob Ritter beklagtesich , daß man in Bern am Anfang dieses Jahr-hunderts die Kriebelkrankheit für eine Wirkungder schlechten Nahrung der Bauren überhaupt,ihrer gewöhnlichen Nachläßigkeit und des heftigenFrosts gehalten, da doch die Kornzapfen das Fe-dervieh lüden, und da ihre Wirkungen auf denMenschen durch so häusige Erfahrungen erwiesensind. Der ganze Betrug lag also darin» , daßdie Kornzapfen die gleichen schädlichen Wirkun-gen nicht immer haben.
Man hat die aus dem Gifte der Kornzapfenentstehende Kriebelkrankheit in Frankreich schonin dem sechzehnten und siebenzchnten Jahrhun-dert bemerket. Sie wütete aber in Frankreicham meisten am Ende des Jahres 1709. DieGlieder werden von dem Genusse des beflektcnRokenbrodts schwarz sagt Lcmcry , sie sondernsich von den gesunden Theilen, man sieht einesQ r nach