Band 
II. Theil.
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IV. Buch. 6. Capitel. r6,

steht. Diest pstmipe Speist ist nicht so bald indein Magen der armen Säuglinge, als sich schondie Milch von demselben absondert, gerinnt undsauer wird, indeß da das klebrichte Wesen desMceles aufquillt, ebenfalls sauer wird, undhalb gegvhren in die Milchgefässe übergeht, inden Gckrösdrüsen stokt, und alle Wege der Nah-rung verkittet. Daher nehmen alle schwächlichenKinder, die man mit dem Breye nicht gelödcthat, sehr merklich an ihrem ganzen Leibe ab, in-dem ihr Bauch immer wächst, und sie folglich indie Verknüpfung verfallen. Der Brey ist diegarstige Quelle der meisten Uebel, der Uugcstaltund des Todes der Kinder, aber zum Unglükgründet sich wenigstens bey bürgerlichen Weibernder Stolz sehr oft auf die Fettigkeit ihrer Kinder,und darum überfüllen sie in der ungewissen Hof«nung diese drolligte Lcibesgestalt den Kindern zuerzielen, ihre Magen mit dem auch oft für Er.wachsene unverdaulichen Brey, weil sie nicht be-greifen können oder wollen daß alle Speisen erstdenn zur Nahrung werden , wenn sie verdaut

sind.