Band 
II. Theil.
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;;4 Von der Erfahrung.

Man sagt uns der Thee treibe der Harn,befördere den Schweis, heile die Versteifungen,die Kopfschmerzen, die Schlafsucht, das Herz-klopfen , er mache den Körper wirksam und er-muntere den Geist. Andere fezen hinzu, er star-ke den Magen und die Gedärme, er sey gut widerEkel, Unverdaulichkeil und Bauchflüsse. Anderedie den starken grünen Thee sonst für ein Brech-mittel halten, rühmen sogar den Thee hupochon-drifchen und hysterischen Personen. Ich warvormals, und zwar als ein Arzt, bey eineni weit-berühmten Wölfischen Gottsgelehrten an der Kost,der ein Hypochondriste vom ersten Range gewe-sen. Für das Gegengift feiner Hypochondrie hielter den Thee, daher goß er bey Tische Thee überalle feine Speisen, welches er mir für höchst ge-sund anpries. Den Caffee hingegen hielt er fürsehr schädlich, darum bediente er sich zu seinemFrühstnke nur des Pulvers das man den vor-hergehenden Tag schon abgekocht hatte, füll-te die Helfte einer Porcellanschale mit diesemPulver, segnete dasselbe mit Thee ein, und