Band 
II. Theil.
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;46 von der Erfahrung.

Leuten von allen Temperamenten wenig schadetwenn sie gesund sind, und besenders daß er beyvielen der Däunng hilft/ und das Gemüth ermun-tert. Eine junge Schweizerische Dame / von wel-cher Johann Jacob Rousseau sagt, sie verbindemit dem Kopfe eines Leibniz die Feder eines Vol-taire / schrieb mir einst/ sie hätte ohne Caffee denVerstand einer Auster.

Aber sein Misbrauch schadet Gesunden allge-mein / und in vielerley Krankheiten ist er sehrverderblich. Ich selbst trinke alle Tage zwcymalCaffee / aber nicht mehr als zwo Schalen aufeinmal / und so wird mir der Caffee auf keineWeise schädlich. Hingegen zwo Schalen mehrentkräften mich / machen mir hypochondrische Wal-lungen / Zittern in den Gliedern / Schwindel,und eine gewisse mir unerträgliche Furchtsamkeit.Eben das sehe ich bey allen gesunden Menschen,die mager und von einem gefühlvollen Tempera,mente sind, sobald sie über ihre Gewohnheit Caffeetrinken. Der anhaltende Misbrauch des Caffeeführt Leute die ein lebhaftes und gefühlvolles

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